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Freilichtspiele starten mit „Jedermann“  auf der Großen Treppe

Foto: Daniel Kielczewski

Wiederaufnahme-Premiere
Freilichtspiele starten mit „Jedermann“ auf der Großen Treppe

Heute findet auf der großen Treppe in Schwäbisch Hall die Wiederaufnahme-Premiere von „Jedermann“ statt.

Jedermann hat einfach alles: Geld im Überfluss, Erfolg, Macht, eine unwiderstehliche Geliebte, Freunde und Feinde. Das fühlt sich lebendig an! Aber was ist noch wichtig, wenn dir der Tod plötzlich ein Ultimatum stellt?
Im letzten Jahr gab es begeisterte Reaktionen von Publikum und Presse für die neue Inszenierung von Christian Doll. Das Ensemble um den Hauptdarsteller Gunter Heun interpretiert das Spiel vom Sterben des reichen Mannes überaus heutig, als wäre die alte Sprache ein Leichtes. Die moderne Bettung ins Bild des zerborstenen Flugzeugs erlaubt ein intensives, bewegendes Theatererlebnis.
Das für Schwäbisch Hall seit der Gründung der „Jedermann-Festspiele“ 1925 so bedeutsame geistliche Spiel stellt abermals die Frage nach dem Sittlichen und was ein sinnerfülltes Leben ausmacht.

Beginn der Wiederaufnahme-Premiere ist  20:30 Uhr
Weitere Vorstellungen 30., 31. Juli, 1., 19.-22. August, jeweils 20:30 Uhr

 

Außerdem finden am ersten Augustwochenende die ersten Konzerte der Freilichtspiele Schwäbisch Hall auf der Außenbühne am Neuen Globe statt.

Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall tragen es bereits im Namen: Es wird draußen gespielt. Durch die coronabedingten Beschränkungen sind Aufführungen in geschlossenen Räumen weitaus schwieriger durchzuführen als im Freien. Das Neue Globe Theater kann seine Bühne in zwei Richtungen nutzen, in den Innenraum oder, indem eine Schiebewand geöffnet wird, nach außen. Dort finden in diesem Jahr mehrere Konzerte vom Musikensemble der Freilichtspiele statt, von Musikerinnen und Musikern, die ansonsten, im ursprünglichen Spielplan, auf der Großen Treppe gespielt hätten.

Jazz Fusion Konzert
HEAD HUNTERS
Außenbühne am Neuen Globe
Samstag, 1. August, 20 Uhr
Dem Fusion Sound der 70er widmend sich die drei Musiker des Freilichtspiele Orchesters. Stephan Krauss (Keys/Wurlitzer), Basti Schiller (Bass) und Marko Klotz (Drums/Percussion) interpretieren frei nach Herbie Hancocks HEAD HUNTERS Kompositionen aus einer unvergleichlich kreativen Ära des Jazz: Funk-Hard-Bop-Sound, Groove und Improvisation. Musik aus der Zeit, als der Jazz anfing die populäre Rockmusik zu inspirieren. Alle drei Musiker hätten in diesem Sommer auf der Großen Treppe bei den Musicals Der kleine Horrorladen und Der Mann von La Mancha oder im Neuen Globe in Ewig Jung mitgewirkt. Sie spielen seit Jahren in unterschiedlichen Jazzformationen und werden mit diesem stilistisch interessanten Abend sicher überraschen. Herbie Hancock gehört zu den erfolgreichsten Musikern weltweit, bereits mit elf Jahren debütierte er mit einem Mozart-Klavierkonzert beim Chicago Symphony Orchestra, im April feierte er seinen 80. Geburtstag.
Die Freilichtspiele kooperieren für die Konzerte mit dem Biergarten, und so ist im Kartenpreis ein Freigetränk enthalten. Es gibt eine Pause, Dauer ca. 2 Stunden, und das Publikum sitzt bequem an Tische. Es gibt auch günstigere Plätze an Bier- oder Stehtischen. Günstig ist es, wenn man wegen der Hygiene- und Abstandsregeln rechtzeitig vor Beginn kommt (der Einlass beginnt um 19 Uhr 15). Und: Zum Einlass muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, am Platz darf diese selbstverständlich abgenommen werden. 


Klassik Open Air
3-2-1 Trio, Duo, Solo
Außenbühne am Neuen Globe
Sonntag, 2. August, 20 Uhr
Vier Jahrhunderte umspannt unser Klassikkonzert vor dem Neuen Globe, von Bach bis Cassadó. Jedesmal in ungewöhnlicher Besetzung. Sei es Schuberts Arpeggione mit Gitarre oder Schumanns Fantasiestücke. Bachs Cellosonaten gehören wohl zu den meistgespielten Kompositionen für ein solistisches Streichinstrument, Schuberts Sonate war ursprünglich für ein heute vergessenes Instrument, eine Art Gitarren-Cello, eben eine Arpeggione, gedacht. Albinonis Adagio wird oftmals in der Kombination Orgel mit einem Blasinstrument gespielt, hier ist es überaus reizvoll für Cello, Klavier und Gitarre gesetzt. Boccherini wiederum ist heutigen Hörern v.a. durch seine Quintette in außergewöhnlicher Besetzung bekannt, nämlich für Streichquartett und eine Gitarre. Sein Fandango entführt nach Spanien. Und ganz ungewöhnlich ist Requiebros, vom spanischen Cellisten und Komponisten Gaspar Cassadó, der vornehmlich als international gefragter Cellist Anfang des letzten Jahrhunderts Bekanntheit erlangte. Der Titel lässt sich intuitiv beim Hören leicht übersetzen: Kompliment, gar Schmeichelei.
Es spielen Musiker der Freilichtspiele Schwäbisch Hall: Der musikalische Leiter Heiko Lippmann am Klavier, der in diesem Jahr auch die Musik zu „Das Spiel von Liebe und Zufall" komponiert und einstudiert, am Cello Diego Hernández Suárez, der letztes Jahr bei AIDA spielte, und Gitarrist Johannes Weik, der beim „Jedermann" spielt, und dafür die Musik komponierte.
 

Weitere Infos zu allen Vorstellungen gibt es auch auf: www.freilichtspiele-hall.de

Anhören:
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